Die
gemeinsamen Ziele der Organisation
Liebe Freunde,
es gibt etwas, was uns alle europaweit verbindet, nämlich das gemeinsame
Interesse, die Volkskrankheit Tinnitus nicht mehr als unabwendbaren
Schicksalsschlag zu verstehen, sondern endlich in gemeinsamer Anstrengung alle
verantwortlichen Kräfte zu bündeln, um mit Hilfe der Forschung neue wirksame
Therapien auf dem Gebiet der Tinnitusbekämpfung zu ent- wickeln.
Wir
wissen, dass Millionen Menschen längst wirksamere Hilfen erwarten und diese
Hilfen bisher weder von der Medizin selbst noch von irgendeiner Organisation
bekommen haben. Wir wis- sen, dass viele der bislang standardmäßig angewendeten und z.T. mit Nebenwirkungen behafteten Therapien nur eine
Hilfs- brücke
sind, um überhaupt etwas zu tun. Warum geben wir nicht ehrlich zu, dass wir
mit unserem Wissen, was den Tinnitus betrifft, erst am Anfang stehen .
Forschungsstillstand? Nein danke.
Es
gibt viel zu tun. In letzter Zeit treten neue Theorien über die Entstehung
des Tinnitus auf, die kritisch hinterfragt werden müssen. Wenn eine der größten
Selbsthilfeorganisa- tionen in Deutschland, die bisher nur den Notstand
verwaltet hat, nunmehr aufgrund unserer Initiative in hektischer Betriebsamkeit selbst eine eigene europäische Organisation gründen und
endlich auch die Forschung fördern will, so ha- ben wir schon jetzt
etwas bewirkt. Es liegen ja auch Ergeb- nisse von Therapien vor, die Anlass zu
vorsichtigem Optimis- mus geben und der Forschung eine Aufgabe stellen.
Dem
sich weithin ausbreitenden Gefühl der Hoffnungslosigkeit bei allen von einem
chronischen Tinnitus Geplagten wollen wir jedenfalls mit dem Aufbau und der
Zielsetzung unserer Organisation in Zukunft entgegenwirken.
EuroTinnitus
Association – Die Forschungsliga
Dies heißt Förderung der Forschung auf europäischer Ebene mit größtmöglicher
materieller Unterstützung durch die Mitglieder selbst und Heranziehung von
Forschungsmitteln der EG unter gleichzeitiger Minimierung der Kosten. Wir
werden die verantwortlichen Ärzte und Professoren in Universitäten und
Kliniken bei der Forschungsarbeit fördern. Wir wissen, dass viele
Forschungsprojekte nur darauf warten, in Angriff genom- men zu werden. Wir
werden versuchen, möglichst viele wissenschaftliche und organisatorische Kräfte
zu bündeln, um effektiv zu arbeiten.
Wir
wollen im Gegensatz zu andern vereinen und nicht trennen!
Es sollte nicht sein, dass die Vertreter verschiedener Therapie- richtungen sich
gegenseitig bekämpfen. Wir arbeiten auch nicht gegen irgendeine Organisation,
sondern meinen, dass wir nur gemeinsam Erfolg haben können. Leider sehen dies
einige Organisationen anders und haben zwecks Wahrung der eigenen Einflussphäre
ihre Mitarbeit bisher verweigert. Damit müssen wir vorerst leben. Um so mehr
suchen wir die Unter- stützung durch die vielen Menschen europaweit also
auch Ihrer Hilfe. Im übrigen hoffen wir doch noch auf die Vernunft.
Unsere
vorrangigen Ziele sind :
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-
der
derzeitigen Situation,
Entwicklung von Perspektiven
für die zukünftige Forschungs-
arbeit unter Mitarbeit interes-
sierter
Kräfte aus
der Wissen-
schaft
-
Einsatz des weitaus
überwie- genden Teils der Mitglieds-
und
Förderungs- beiträge für die Forschung
-
Reduzierung der notwendigen
Ausgaben auf ein Minimum
-
Zusammenfassung möglichst vieler Kräfte aus Forschung
und Wissenschaft
-
Zusammenführung
aller
nationaler Organisationen in einem europäischen Rahmen
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Wir
freuen uns auf die Mitarbeit aller, die diese Ziele durch ihre Mitgliedschaft
unterstützen wollen. Wir als überregionale Patientenorganisation haben es in
der Hand, aktiv an einem Fortschritt bei der Tinnitusforschung
mitzuwirken.
Unsere
Ziele werden wir noch weiter ausbauen, und auch hier bekannt machen!
Packen
wir es an.
Jeannot
Pesché und das Eurotinnitus-Team a.s.b.l.
Luxemburg,
den 29.01.2002